
Schnelle Hilfe darf kein Zufall sein!
Wenn ein Notruf abgesetzt wird, zählt jede Sekunde. Für viele Menschen in unserer Samtgemeinde Flotwedel – besonders in Nienhof, Langlingen, Wiedenrode und Bröckel – ist diese Zeit heute oft länger geworden.
Seit der Verlegung der Rettungswache im Jahr 2019 von Wienhausen nach Lachendorf hat sich die Situation spürbar verändert. Was damals als organisatorische Maßnahme beschlossen wurde, zeigt heute ganz konkrete Auswirkungen im Alltag: längere Anfahrtszeiten – genau dort, wo es auf jede Minute ankommt.
Besonders kritisch wird es, wenn beide Rettungswagen aus Lachendorf bereits im Einsatz sind. Dann kommt Hilfe nicht selten aus Celle oder sogar aus Uetze. Für Betroffene bedeutet das: warten. Und im Notfall kann dieses Warten zur echten Belastung werden.
Was viele nicht wissen: Die Hilfsfrist läuft früher als gedacht
Die gesetzliche Hilfsfrist beträgt 15 Minuten. Doch entscheidend ist:
Sie beginnt nicht erst, wenn der Rettungswagen losfährt, sondern bereits mit der Annahme des Notrufs in der Leitstelle – und endet erst mit dem Eintreffen des Rettungsmittels am Einsatzort.
Das bedeutet:
– Zeit für Notrufannahme und Disposition zählt bereits mit
– jede zusätzliche Fahrminute wirkt sich direkt auf die Einhaltung der Hilfsfrist aus
– längere Anfahrtswege erhöhen das Risiko, diese Frist zu überschreiten
Gerade in ländlichen Bereichen wie unserer Samtgemeinde wird deutlich, wie entscheidend eine gute Standortplanung ist.
Ein zusätzlicher Aspekt: Unterschiedliche Versorgungsstandards
Wenn Einsatzfahrzeuge aus anderen Regionen – etwa aus Uetze (Region Hannover) – unterstützen, kommt ein weiterer Punkt hinzu:
Die Region Hannover arbeitet teilweise nach anderen medizinischen Standardabläufen (SOP – Standard Operating Procedures) als der Landkreis Celle. Diese werden jeweils vom Ärztlichen Leiter Rettungsdienst festgelegt.
Das kann im Einsatzalltag zu Unterschieden führen – etwa in Abläufen, Entscheidungen oder Behandlungsstandards.
Mein Vorschlag: Eine zusätzliche Rettungswache – zentral in der Samtgemeinde Flotwedel
Ich setze mich dafür ein, die rettungsdienstliche Versorgung in unserer Region neu zu denken. Eine mögliche Lösung ist die Einrichtung einer zusätzlichen, zentral gelegenen Rettungswache.
Worum es mir geht:
Es geht nicht um Kritik um der Kritik willen. Es geht um Verantwortung.
Ich will:
– eine ehrliche Analyse der aktuellen Versorgungssituation
– transparente Zahlen zur Einhaltung der Hilfsfristen
– klare Abstimmung zwischen den beteiligten Regionen
– konkrete Maßnahmen zur Verbesserung vor Ort
Sicherheit vor Ort stärken
Die Menschen in der Samtgemeinde Flotwedel müssen sich darauf verlassen können, dass Hilfe schnell kommt – und dass sie nach klaren, verlässlichen Standards versorgt werden.
Rettungsdienst ist Daseinsvorsorge. Und die muss funktionieren – überall.
Dafür stehe ich.